Le Baiser de la fée

Ballet by John Neumeier

Music: Igor Stravinsky – Feuillet d’Album, Op. 19, No. 3, Peter I. Tchaikovsky – None but the lonely heart, Op. 6, No. 6
Choreography: John Neumeier
Set and Costumes: Jürgen Rose

PREMIERE:
Frankfurt Ballet, Städtische Bühnen Frankfurt, January 2, 1972

ORIGINAL CAST:
The Singer: Agnes Baltsa
The Pianist: Rudi Franz
Babette: Marianne Kruuse
Rudi: Maximo Barra
Rudi's longing: Fred Howald
Rudi as a child: Ulrich Zängler
Father of the bride: Fritz Bertram
Rudi’s Grand-Father: Erhard Ey-Steineck
A Cousin: Sigrid Sykora
The Fairy: Persephone Samaropoulo

IN THE REPERTORY
Frankfurt Ballet
American Ballet Theatre

SYNOPSIS

Prolog
Die Hochzeitsfeier
Die Vermählung von Rudi und Babette wird mit einem Fest im Kreise ihrer Freunde gefeiert. Unter den Gästen befindet sich eine Fremde, die ein liebliches, melancholisches Lied singt – an dessen Ende sie Rudi einen Kuss schenkt. Ihr Lied und der Kuss wecken in ihm die Erinnerung an ein altes Verlangen, so unfassbar und doch so eindringlich wie ein Parfum. Mit dieser Erinnerung erfasst Rudi eine unbeschreibliche Sehnsucht, die das Glück trübt, das er an Babettes Seite zu finden hofft.

Szene I
Erinnerung (Ballet Blanc)
Rudis “Sehnsucht” (sein unbewusstes, verlangendes Selbst) führt ihn zurück in seine Kindheit und zu der Erinnerung an ein Erlebnis. In einer klaren, weißen Welt ist Rudi – als das Kind, das er einst war – gebannt von der Erscheinung wunderschöner, tanzender Wesen. Eines dieser Wesen – das strahlendste von allen – schenkt dem Knaben einen Kuss und verschwindet daraufhin inmitten der anderen. Rudi sucht vergeblich nach ihr, gequält von einer Liebe und Sehnsucht, die ihn sein ganzes Leben lang verfolgen werden.

Szene II
Fortsetzung der Hochzeitsfeier
Rudi erkennt, dass die geheimnisvolle Sängerin jenes wunderschöne Wesen aus der reinen, weißen Welt seiner Kindheit ist, nach dem er sein ganzes Leben lang gesucht hat. Rudis Sehnsucht treibt ihn erneut an, sich auf die Suche nach ihr zu begeben.

Szene III
Im Garten

Babette, die sich unbemerkt von der Feier davongeschlichen hat, findet Rudi im Garten; dort bekennt sie ihm erneut ihre Liebe. Sie werden von den abreisenden Gästen unterbrochen, die sich verabschieden. Wieder allein mit Babette, wendet sich Rudi ihr zu und spürt in ihrer Gegenwart die Kraft einer Liebe, die groß genug ist, um sein Verlangen nach dem Unerreichbaren zu überwinden. Beruhigt kehrt Babette ins Haus zurück, um sich auf ihre Hochzeitsnacht vorzubereiten.

Szene IV
Der Ewigkeit entgegen

Allein im Garten wächst Rudis Sehnsucht immer weiter an und überwältigt schließlich seinen Willen... sie zwingt ihn, dem jenseitigen Ruf der Fee zu folgen. Rudi bricht auf, um seine strahlende Peinigerin zu suchen – und lässt Babette zurück, die vergeblich auf seine Rückkehr wartet.